Petra Roth

Petra Roth wurde am 9. Mai 1944 in Bremen geboren und wohnt in Frankfurt am Main.

Von 1995 bis 2012 amtierte sie als Oberbürgermeisterin von Frankfurt und wurde in dieser Zeit dreimal in Folge gewählt.

Im Zeitraum von 1997-2011 übte die CDU-Politikerin insgesamt 9 Jahre das Amt der Präsidentin des deutschen Städtetags aus.

Heute agierte Petra Roth in diversen wissenschaftlichen, kulturellen und weiteren gemeinnützigen Einrichtungen.

Sie trägt die Ehrenbürgerschaft von Frankfurt am Main seit 2017 und seit 2016 in der Stadt Tel Aviv. Im Jahre 2015 wurde sie ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Interview mit Botschafterin Petra Roth

Sportkreis: Frau Roth, Sie haben die Stadt Frankfurt über viele Jahre mitgestaltet, 17 Jahre lang als Oberbürgermeisterin und bereits davor als Stadtverordnete. Welche Rolle spielen Sportvereine, aber auch frei organisierte Sportgruppen, für unser Zusammenleben?


Roth: Das Miteinander der unterschiedlichen sozialen Strukturen wird im Sport stark gefördert. Der sportliche Sieg, oder auch gemeinschaftlich eine Vereinsabteilung zu organisieren, geschieht unabhängig davon, wie jemand kulturell oder familiär geprägt ist. Von einer solchen Kultur des Miteinanders profitiert die ganze Stadt. An ihrer Ausrichtung als ehrenamtlich organisierte Solidargemeinschaften halten die Vereine bis heute fest, was ihnen angesichts der Konkurrenz beispielsweise durch Fitnessstudios hoch anzurechnen ist. Es ist daher die Aufgabe der Kommunalpolitik, den Vereinssport zu fördern.
Die verbindende Kraft des Sports habe ich in meiner politischen Laufbahn immer wieder erlebt. Partnerschaften, die ich über den Sport und die Sportpolitik eingegangen bin, bestehen bis heute, selbst wenn die Akteure verschiedenen politischen Parteien angehörten. Man kann wirklich sagen, dass Sport keine Grenzen kennt.

Sportkreis: Während der Europäischen Woche des Sports machen Sportvereine und viele weitere Anbieter auf sich und ihre Angebote aufmerksam. Warum sollte sie fester Bestandteil des Frankfurter Sportkalenders bleiben?


Roth: Sport-Großveranstaltungen oder Kampagnen wie #BeActive sind für die Vereine von großer Bedeutung. Sie machen ihre Arbeit sichtbar und ihre Angebote erlebbar. Ich möchte als Beispiel das Deutsche Turnfest 1983 nennen, das ich als Stadtverordnete miterleben durfte. Wie die Turnvereine durch die Stadt gezogen sind und ihre Lieder gesungen haben, das hat mich auf eine Art bewegt, dass ich dem Vereinssport danach noch einmal ein ganz anderes Interesse entgegengebracht habe. Durch das Turnfest haben sich die Vereine geöffnet, und damit auch die Sportbewegung ermöglicht, wie wir sie heute erleben. Eine ähnliche Wirkung wünsche ich mir auch von der Europäischen Woche des Sports.
Großartig finde ich auch, dass die Kampagne zur Tradition der Partnerschaften passt, die Frankfurt seit den 60er-Jahren zu den Städten Lyon, Birmingham und Mailand eingegangen ist. Die ersten Begegnungen haben alle im Sportbereich und gemeinsam mit den Sportvereinen stattgefunden. Der Sport ist ein enorm wichtiges und verbindendes Element zwischen den Nationen und Kulturen. Wenn es mögliche wäre, durch die Europäische Woche des Sports mehr kulturelles Miteinander zu fördern, wäre das ein Erfolg.

Sportkreis: Welche Rolle spielen Sport und Bewegung in Ihrem Leben? Gibt es besonders schöne Momente, die Sie dem Sport zu verdanken haben?


Roth: Der Sport bildet für mich das Leben in seiner ganzen Vielfalt ab, dazu gehören die Erfolgserlebnisse ebenso, wie mit Niederlagen und Frust umzugehen. Ich habe selbst Tennis gespielt, auf dem Golfplatz bin ich bis heute aktiv.
Zu den besonderen Ereignissen als Zuschauerin gehört für mich der 29. Mai 1999, als Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 89. Minute den Verbleib in der 1. Fußball-Bundesliga sichern konnte. Ich durfte der Mannschaft gratulieren, inklusive unfreiwilliger Sektdusche und spontanem Tanz mit dem Torschützen zum 5:1, Jan Aage Fjörtoft.
Auch die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 gehört zu den bewegenden Momenten. Ich war immer stolz darauf, dass ein Großteil der deutschen Mannschaft aus Frankfurt kam. Ganz persönlich habe ich viele besondere Momente als Mutter erlebt. Meine Söhne haben beim SC 1880 Hockey gespielt. Und wenn man dabei ist auf der Zuschauerbank, lebt man natürlich alle Höhen und Tiefen mit.
Zudem war ich von 1981 an Vorsitzende des Sportausschusses der Stadtverordnetenversammlung, und damit als erste Frau in Deutschland überhaupt Vorsitzende eines kommunalen Sportausschusses, auch das gehört zu den wichtigen persönlichen Erfahrungen, die ich durch den Sport machen konnte.

Susanne Fröhlich

Susanne Fröhlich, geboren am 15. November 1962 ist gebürtige Frankfurterin.

Sie ist eine bekannte Moderatorin und Journalistin. Von 1988 bis 2007 arbeitete sie beim hessischen Rundfunk. Mit „Fröhlich lesen“ (MDR), „Allein oder Fröhlich“(ARD) und „Fröhlich am Freitag“ Hessen3) moderierte sie einige bekannte und erfolgreiche Sendungen.

Doch neben ihren TV-Erfolgen ist die Frankfurterin auch eine ausgezeichnete Autorin. Mit ihrem humorvollen Roman über das Abnehmen „Moppel-Ich. Der Kampf mit den Pfunden“ feierte sie große Erfolge.

Interview mit Botschafterin Susanne Fröhlich

Sportkreis: Frau Fröhlich, Ziel der Europäischen Woche des Sports ist es, Menschen zu einem aktiven Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung zu motivieren. Warum lohnt sich der Aufwand, nach einem anstrengenden Alltag die Sportschuhe zu schnüren und dem Sofa erstmal aus dem Weg zu gehen?


Fröhlich: Für mich ist es das Gefühl nach dem Sport, dass einfach fantastisch ist. Könnte man es käuflich erwerben wäre ich die Erste, die zuschlägt. Hat man Sport gemacht, weiß man, man hat seinen Schweinehund in die Grenzen verwiesen und etwas für sich getan. Sport hilft mir nicht nur gesundheitlich, sondern auch mental. Ich liebe es, nach dem Sport leicht ermattet, aber beseelt, auf dem Sofa zu liegen und bin dann auch stolz auf mich.

Sportkreis: Sie gelten als begeisterte Ausdauersportlerin, sind Marathon gelaufen, steigen gerne aufs Rad und haben vor Jahren Yoga für sich entdeckt, eine DVD herausgebracht und Sport immer wieder auch in Ihren Büchern behandelt. Gab es auch mal eine Susanne Fröhlich, die ihren Schweinehund weniger gut im Griff hatte? Falls ja, was hat Ihnen geholfen, ihren „Sportplan“ durchzusetzen?


Fröhlich: Es gab und gibt diese Susanne. Immer wieder habe ich Phasen, in denen ich mich unglaublich schwer aufraffen kann. Bei mir hilft nur die Regelmäßigkeit und eine gewisse Kompromisslosigkeit. Ich stelle das Sportmachen nicht mehr in Frage, oder versuche es zumindest. So wie man sich die Zähne putzt, ohne ständig darüber nachzudenken, ob man dazu Lust hat. Ich weiß aus Erfahrung, dass der Spaß am Sport bei mir oft erst mit dem Machen kommt. Ich bin nicht der Typ, der es ohne kaum aushalten kann, ich bin eine geübte Sofaliegerin, aber mein Verstand und meine Vernunft wissen um den Benefit des Sports. Und wie schon erwähnt: Dieses himmlische Gefühl danach ist einfach wunderbar. Und dann ist immer noch Zeit fürs Sofa.

Sportkreis: Welche Rolle spielt Sport aus Ihrer Sicht noch dabei, ein gesünderes Leben zu führen? Gibt es eine Verbindung zu guter Ernährung?


Fröhlich
: Es gibt etwas, das nennt man somatische Intelligenz. Der Körper hat andere Gelüste, wenn man regelmäßig Sport treibt. Mehr Lust auf den Apfel als auf die Sahnetorte. Eine Win-win-Situation. Ein Körper, der gefordert wird, den will man auch mit Gutem füllen. Wenn ich viel Sport mache, dann habe ich quasi begleitend das Gefühl, mir auch nahrungsmäßig etwas Gutes zu tun. Ich esse mehr Gemüse und Obst und wenn man dann merkt, wie gut das tut, bleibt man auch eher dabei.

Thorsten De Souza

Thorsten De Souza wurde am 29. Oktober 1999 in Frankfurt am Main geboren.

Bereits in seiner Jugend begeisterte er sich für die Sportart Basketball. Heute setzt er sich mit EZBBasketball für die Gesamtrenovierung und eine Nachtbeleuchtung der Courts im Hafenpark in Frankfurt ein.

Der Gründer möchte mit dem Projekt die Subkultur fördern und steht für Zusammenhalt und Diversity ein.

Neben seinem Engagement zum Streeball studiert der noch 21-Jährige im dualen Bachelor International Buisness.

Interview mit Thorsten De Souza

Sportkreis: Herr De Souza, Sie haben in der Jugend Basketball bei Eintracht Frankfurt und den Fraport Skyliners gespielt. Was haben Sie aus der Zeit in positiver Erinnerung, das nachrückende Generationen motivieren könnte, sich ebenfalls im Verein anzumelden?

De Souza: Meine Zeit als Jugendbasketballer hat mein Leben extrem geprägt. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit meinen damaligen Mitspielern und Trainern hat mich persönlich sehr bereichert. Positiv in Erinnerung bleibt mir das mehrmals wöchentlich stattfindende Training. Denn genau das hat zum gemeinsamen Erfolg beigetragen. Sich mit seinen Jungs off-court zu verstehen ist zudem auch sehr wichtig. Vor allem haben sich enge Freundschaften gebildet, die bis heute halten! Im Endeffekt erreichst du im Verein Team-Erfolg, musst dich jedoch zusätzlich selbst beweisen, um auf das nächste Level zu kommen

Sportkreis: Ihr Engagement gilt mittlerweile verstärkt dem Streetball, vor allem setzen Sie sich für gute Bedingungen auf den Plätzen ein. Machen gute Sportanlagen eine Stadt lebenswerter?

De Souza: Definitiv! Besonders in Frankfurt werden Streetball-Anlagen benötigt, an denen es Spaß macht zu zocken. Metall-Korbanlagen, die leider meistens zum Einsatz kommen, leisten keinen Beitrag dazu. EZBBASKETBALL, mein im letzten Jahr gestartetes, soziale Projekt, setzt sich genau mit diesem Thema auseinander. Wir sind die zentrale Streetball-Community vom Frankfurter Hafenpark. Nachtbeleuchtungen, neue Bodenbeläge und Plexiglas-Korbanlagen sowie Platz für Tribünen, ermöglichen es uns langfristig, der bekannteste Streetball Court in Europa zu werden! Wir freuen uns Frankfurter „Ballern“ eine Plattform zu geben, mit denen sie sich identifizieren können. Zudem eliminieren wir als Non-Profit Organisation die Betitelung als „Randsportart“.

Sportkreis: Was kann die Europäische Woche des Sports unter dem Motto #BeActive aus Ihrer Sicht bewirken?

De Souza: Die Woche dient aus meiner Sicht besonders den Leuten, die neue Sportarten für sich entdecken möchten oder einfach mal schnuppern wollen. Es ist wichtig, dass vor allem Kinder und Jugendliche eine langfristige, sportliche Beschäftigung finden, auf die sie hinarbeiten können, statt nur in den eigenen vier Wänden zu chillen oder in die falsche Bahn zu geraten. Sport ermöglicht zudem die Konzentration und fördert strategisches Denken! Er unterstützt regelmäßige Bewegung besonders im Verein oder an der frischen Luft. Bei den vielseitigen Angeboten der EWDS 2021 wird für jeden etwas dabei sein!

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